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DDR-Zeitzeugin und Autorin Frau Edith Schieck zu Gast

Ende Oktober war die Abensbergerin Edith Schieck an unserer Schule zu Gast, um den Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe an zwei Terminen ihre Autobiografie „Und das Gras war grüner – Leben in der DDR, Ausreise und Neubeginn – ein Zeitdokument“ vorzustellen.

Anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Mauerfall“, das heuer am 9. November in Deutschland gefeiert wird, ist es uns an der JSM ein Anliegen, die jungen Menschen im Jahr 2019 an die Zeiten zu erinnern, in denen die Bundesrepublik noch geteilt war und ein großer Teil der deutschen Bevölkerung in einem Unrechtsstaat leben musste. Leben unter einem Regime, das die Bewohner eines Landes überwachte oder die Reisefreiheit beschränkte. Für unsere Schüler heute unvorstellbar – zum Glück!

Die Autorin machte mit eindringlichen Worten deutlich, dass sie und ihre Familie damals „nur“ in Freiheit leben wollten und daher auch die DDR verlassen haben. Die Zeitzeugin erzählte den Anwesenden anschaulich und lebendig vom Leben in der damaligen DDR - von der Mangelwirtschaft und den Entbehrungen, von den Bespitzelungen und den alltäglichen Ungerechtigkeiten, mit denen die Bürger in der DDR ihren Alltag meistern mussten. Frau Schieck berichtete beispielsweise von den „Wahlen“, die es ja in der Deutschen Demokratischen Republik gab, die jedoch anders als die Wahlen in der BRD waren. „Man ging zum Zettel falten – denn eine wirkliche Wahl hatte man ja nicht“, so Frau Schieck. Mit diesem Beispiel versuchte sie den Jugendlichen zu verdeutlichen, welches hohe Gut ein freiheitliches, demokratisches Wahlrecht ist und appellierte an die Zuhörer, später von diesem Grundrecht Gebrauch zu machen. Durch ihr Engagement an Schulen leistet Frau Schieck einen wichtigen Beitrag zur Demokratieerziehung und wir freuen uns sehr, dass wir sie für diesen interessanten Vortrag gewinnen konnten.

 

 


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